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Das Anmischen von Beton

Grundkurs BetonierenWer auf dem Bau selbst Hand anlegt, sollte die drei wichtigsten Betonmischungen kennen: B25 vor allem für stahlbewehrten Beton wie Pfeiler, Fenster- und Türstürze; B15 für Fundamente, Wege, Mauern, Böden usw.; B10 für wenig belastete Fundamente, gegossene Platten unter Kellerböden und Ähnliches. Bei den meisten Betonarbeiten, die der Heimwerker ausführt, wird B15 die richtige Mischung sein. Aufwändige Stahlbetonarbeiten übernimmt ja in der Regel ein Bauprofi.

Mischung nach Masseteilen
Nach den Fachregeln des Bauhandwerks darf der für eine bestimmte Mischung erforderliche Zement nur nach Masseteilen zugegeben werden. Auf der heimischen Baustelle kann man sich aber getrost nach den alten Faustregeln richten, die mit leicht abzumessenden Raumteilen rechnen, beispielsweise mit der Schaufel oder mit 10-l-Baueimern. Bei der Bedarfsberechnung wird das Raummaß der benötigten Betonmenge ermittelt. Dabei muss man beachten, dass das Betonvolumen wesentlich kleiner ausfällt als das ursprüngliche Gesamtvolumen der vermischten Bestandteile. So benötigt man einen Sack Zement von 25 kg (ca. 20 l), 75-85 l Kies (je feuchter, desto mehr) und 8,5-13,5 l Wasser, um ein Betonvolumen von 75 1 zu erreichen. Als Anhaltspunkt gilt: rund 10% mehr Kies in Raumteilen ordern, als man Betonvolumen benötigt.

Von Hand mischen
Kleinere Betonmengen lassen sich problemlos von Hand mischen: Zuerst Kies und Zement sorgfältig trocken vermengen und dann erst nach und nach Wasser zugeben, bis die Mischung plastisch ist. Auch bei Benutzung einer elektrisch betriebenen Mischmaschine werden Kies und Zement erst ohne Wasserzugabe im Kessel der Maschine durchgerührt, bis die Masse eine einheitliche graue Färbung zeigt. Dann portionsweise Wasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Nach Zugabe aller Bestandteile soll die Maschine noch mindestens eine Minute laufen, ehe man den Beton ausgießt.

Von der Ausgewogenheit zwischen Wasser und Zement
Die Qualität des erstarrten Betons hängt insbesondere davon ab, dass beim Mischen das Verhältnis von Wasser und Zement ausgewogen ist. Man muss wissen, dass nur ein geringer Teil des zugegebenen Wassers sich mit dem Zement chemisch verbindet. Das übrige Wasser verdunstet im Verlauf der Erhärtung und hinterlässt feinste Haar-Röhrchen (Kapillare) im Beton. Je mehr solcher winzigen Hohlräume den erhärteten Beton durchziehen, desto geringer ist seine Druckfestigkeit. Im gleichen Maß steigt dagegen seine Wassersaugfähigkeit. Der Beton ist also wasserdurchlässiger und damit auch witterungsempfindlicher. Zu hoher Wassergehalt führt außerdem dazu, dass der Beton schneller als gewünscht austrocknet und dann zu Schwundrissen neigt. Überschüssiges Wasser setzt sich häufig an der Oberfläche des Frischbetons ab. Gleichzeitig sinken die schweren Feststoffe nach unten. Der Beton „entmischt“ sich und zeigt später eine sandende Oberfläche mit geringer Festigkeit.

Normalerweise wird man den „plastischen Beton“ verarbeiten. Die Wahl anderer Konsistenzen hat außer auf den Wasseranteil auch hierauf Auswirkungen: Bei steifem Beton darf der Zementgehalt niedriger sein, weil weniger Überschusswasser verdunsten muss. Bei weichem Beton, den man zum Gießen feingliedriger Bauteile wie Fensterstürze benötigt, muss der Zementanteil mit dem steigenden Wassergehalt dagegen leicht erhöht werden.

Eigenschaften des Betons verändern
Neben den Grundbestandteilen kann man noch Mittel zugeben, die bestimmte Eigenschaften des Betons verändern. So gibt es chemische Zusätze, die ihn nach dem Erhärten wasserdicht machen. Diese flüssigen Mittel werden mit dem Mischwasser eingerührt. Wenn man Farbe ins Spiel bringen will, gibt es die Möglichkeit, entweder auf bereits eingefärbten Spezialzement zurückzugreifen oder den Zement mit geeigneten Farbpigmenten anzumischen.

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